1 Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2025 Geschäftsbericht und Jahresabschluss
2 Vorwort Liebe Leserinnen und Leser, im zurückliegenden Jahr 2025 haben wir als Gesellschaft erfahren müssen, dass die globalen Unsicherheiten nicht einfach verschwin‑ den, sondern dass wir uns vermeintlich dauerhaft darauf einzustellen haben. Wir als ZVK versuchen schon seit Langem, die sichtbaren und die unsichtbaren Unsicherheiten einzupreisen und darauf vor‑ bereitet zu sein, soweit das möglich ist. Der schwierigen geopolitischen Rahmensetzung mitsamt den bereits bestehenden Krisen sowie den weiteren neuen Widrigkeiten konnten wir insgesamt gut begegnen und sind daher auch positiv gestimmt, unsere oft gepriesene Widerstandsfähigkeit weiterhin unter Beweis stellen zu können. Die aktuellen Herausforderungen nehmen wir nicht nur an, sondern gestalten sie aktiv mit und sichern damit dauer‑ haft ab, den Versorgungsauftrag zuverlässig, effizient und genera‑ tionengerecht erfüllen zu können. Im Jahr 2025 setzte sich die erfreuliche Entwicklung der Vorjahre weiter fort. In der Kapitalanlage trägt die Professionalisierung der Anlagestruktur erste Früchte und wir konnten eine Nettoverzinsung von 3,44 % erzielen. Zwar erreicht dies nicht den aufgrund von Son‑ dereffekten besonders starken Wert des Vorjahres, liegt aber deutlich oberhalb der erforderlichen Sollverzinsung von 3,00 %. Die in den ver‑ gangenen Jahren eingeleitete Optimierung unserer Kapitalanlage‑ struktur steigert die Stabilität unserer Ergebnisse und beflügelt uns, diesen Weg konsequent weiterzuverfolgen. Ein besonderes Augenmerk legen wir in diesen Zeiten auch auf mögliche Veränderungen in der Regulatorik. Etliche Gesetzgebungs‑ verfahren im Bereich der betrieblichen Altersversorgung und der Kapitalanlage befinden sich momentan auf europäischer Ebene in der Beratung. Auch für unsere Immobilien verschlechtern sich die Bedingungen weiter. Das Gebäudeenergiegesetz führt dazu, dass wir unsere strategischen Ansätze für die Themen Wärme und Solar weiter angepasst und unsere Immobilienstrategie fortentwickelt haben. Unser Immobilienbestand spielt für uns eine besondere Rolle und die Bestandsmodernisierung verfolgen wir konsequent im Spannungsumfeld des Zielkonflikts Renditeoptimierung und bezahl‑ barer Wohnraum. Das Geschäftsjahr 2025 schließen wir zwar mit einem geringfügigen Fehlbetrag in der freiwilligen Versicherung, insgesamt jedoch mit einem erfreulichen Ergebnis ab. Der Aktuar hat die Stabilität des Umlagesatzes bestätigt und die Zuführung zur Deckungsrückstel‑ lung befindet sich auf einem guten Niveau. Wir möchten uns für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei allen Mitgliedern, den Versicherten, den Rentner*innen, den Mie‑ ter*innen und unseren Verwaltungsratsmitgliedern bedanken. Ein besonderer Dank geht an unsere engagierten Mitarbeitenden. Als stabile und verlässliche Partnerin möchten wir auch zukünftig Ihr entgegengebrachtes Vertrauen rechtfertigen und wünschen Ihnen eine interessante und informative Lektüre. Hannover, im Mai 2026 Annette Roling Marc-André Müller
3 Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2025 ZVK#BRÜCKEN Begegnung. Verständigung. Austausch. © AndreasWeber - istockphoto.com
4 INHALT I. ALLGEMEINES 6 1. Aufgaben und Rechtsgrundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .................. 6 2. OrganederZVKHannover . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .................... 6 2.1. Verwaltungsrat.. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ........................ 6 2.2. LeitungderZVKHannover . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..................... 7 2.3. Geschäftsführung der ZVK Hannover . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................... 7 3. VerantwortlicherAktuar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .................... 7 4. Mitgliedschaften.. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ....................... 8 5. Beirat.. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ......................... 8 II. LAGEBERICHT 2025 10 1. Allgemeines.............................................................. 10 1.1. GeschäftsverlaufimBerichtsjahr....................................................10 1.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .................. 11 1.3. Versicherungstechnisches Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................. 13 2. Vergleich der Rechnungsergebnisse 2025 und 2024 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .............. 16 2.1. Basiszahlen................................................................16 2.2. Veränderungen der Erträge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................... 17 2.2.1.Umlagen(Sanierungsgeld)undBeiträge................................................17 2.2.2. Beiträge aus der Rückstellung für zukünftige Leistungsverbesserungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .......... 17 2.2.3. Erträge aus Kapitalanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................... 17 2.2.4.SonstigeErträge. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..................... 17 2.3. VeränderungenderAufwendungen...................................................17 2.3.1. Aufwendungen für Versicherungsfälle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................. 17 2.3.2. Aufwendungen für Beitragsüberleitungen an andere Kassen und Beitragsrückgewähr . . . . . . . . . . . . . . ........ 18 2.3.3. Veränderungen der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen/Rücklagen . . . . . . . . . . . . . . . . ........ 18 2.3.4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ............... 18 2.3.5. Aufwendungen für Kapitalanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................. 18 2.3.6. Einstellung in die Verlustrücklage/Jahresergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .............. 19 3. Entwicklung ausgewählter Bereiche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................. 19 3.1. Pflichtversicherung .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ..................... 19 3.2. Freiwillige Versicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................... 21 3.3. EntwicklungenimPersonalbereich...................................................23
5 Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2025 4. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................ 25 4.1. AllgemeineHinweise...........................................................25 4.2. Risikobericht.. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ....................... 25 4.3. Chancen-undPrognosebericht.....................................................28 5. Nachhaltigkeitsbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................... 29 III. JAHRESABSCHLUSS 2025 34 1. GesamtbilanzderZVKHannover................................................... 34 1.1. DarstellungderAktiva. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .................... 34 1.2. DarstellungderPassiva . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .................... 35 2. Gewinn- und Verlustrechnung der ZVK Hannover . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ............... 36 3. Anhang zum Jahresabschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .................. 38 3.1. Darstellungsform und Gliederung des Jahresabschlusses . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 3.2. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ............. 38 3.3. AngabenzurBilanz............................................................39 3.3.1.Aktiva.. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ....................... 39 3.3.2.Passiva.. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ........................ 41 3.4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................ 42 3.4.1.Erträge.. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ........................ 42 3.4.2.Aufwendungen.. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ...................... 43 3.5. Pflichtangaben gemäß § 23 Eigenbetriebsverordnung .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .............. 46 3.6. Anlagenübersichtper31.12.2025....................................................50 3.7. ErgänzendeAngaben. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .................... 51 3.7.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .................. 51 3.7.2. Erläuterung zu „Anderen Kapitalanlagen“ gemäß § 12 RechVersV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .51 3.7.3. Honorar Abschlussprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................... 51 3.7.4. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer*innen gemäß § 285 Nr. 7 HGB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .51 IV. STATISTIKEN 52 1. Pflichtversicherung .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ....................... 52 2. FreiwilligeVersicherung.............................................................55 3. Bestandsentwicklungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..................... 57 Bericht des Verwaltungsrats 2025 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .................... 59
6 ALLGEMEINES I. ALLGEMEINES 1. Aufgaben und Rechtsgrundlagen Die Zusatzversorgungskasse der Stadt Hannover (ZVK Hannover) gewährleistet für die Beschäftigten ihrer Mitglieder eine betriebliche Altersversorgung gemäß den Bestimmungen des Tarifvertrags über die Altersversorgung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (ATV-K: Altersvorsorge-Tarifvertrag-Kommunal). Neben der tariflich geregelten Betriebsrente bietet die ZVK Hannover mit der PlusPunktRente eine ergänzende, tarifvertraglich verankerte freiwillige Versi‑ cherung an. Damit können Beschäftigte ihre Altersversorgung durch eigene Beiträge aufstocken und von staatlichen Fördermöglichkei‑ ten profitieren. Die ZVK Hannover berät ihre Mitglieder, Versicherten und Rentenempfänger*innen umfassend zu allen Fragen der be‑ trieblichen Altersversorgung sowie zur individuellen Vorsorge. Die ZVK Hannover ist eine rechtlich unselbstständige Versorgungs‑ einrichtung der Landeshauptstadt Hannover. Ihr Kassenvermögen wird als Sondervermögen getrennt vom übrigen Vermögen der Stadt verwaltet. Rechtsgrundlagen für das Handeln der ZVK Hannover sind das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) sowie die Satzung der ZVK Hannover (Satzung). Den Anspruch auf die betriebliche Altersversorgung regeln § 25 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) sowie vergleichbare Tarifverträge der Mitglieder oder besondere Betriebsvereinbarungen. Der ATV-K beinhaltet die versicherungs- und leistungsrechtlichen Regelungen. Die Rechtsaufsicht führt das niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport. Den Jahresabschluss 2025 prüfte eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und erteilte einen unein‑ geschränkten Bestätigungsvermerk. 2. Organe der ZVK Hannover Die Organe der ZVK Hannover sind nach §§ 3 ff. der ZVK-Satzung der Verwaltungsrat, die Leitung der Kasse und die Geschäftsführung. 2.1. Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat beschließt als Aufsichtsgremium über alle wich‑ tigen Angelegenheiten der Kasse. Die Zusammensetzung und die Zuständigkeiten des Verwaltungsrats richten sich nach §§ 5 und 6 ZVK-Satzung. Der Verwaltungsrat besteht aus acht Mitgliedern: vier
7 Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2025 Dem Verwaltungsrat gehörten an: Vorsitzender Dr. Axel von der Ohe Vertretung der Verwaltung Ordentliche Mitglieder Vertreter*innen Kirsten Bitsch (bis 31.12.2025) Martina Kappei Christoph Magdsick (ab 01.01.2026) Sascha Rolf Matthias Görn Tilo Hußmann Holger Ulbrich Vertretung der Versicherten Ordentliche Mitglieder Vertreter*innen Thomas Schremmer Karsten Schackla Brit Danielmeier Anika Ast Melanie Wieters Silke Boers Martin Bühre Frank Schröder Mitgliedern der Verwaltung und vier Mitgliedern der Versicherten. Die Wahlperiode beträgt drei Jahre und endet am 31.Dezember 2027. 2.2. Leitung der ZVK Hannover Die Leitung der Kasse obliegt der Oberbürgermeisterin bzw. dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover (§ 3 Abs. 1 ZVK-Satzung). Seit dem 10. Juli 2017 ist Stadtkämmerer Dr. Axel von der Ohe zum ständigen Vertreter in dieser Funktion bestellt. 2.3. Geschäftsführung der ZVK Hannover Die Leitung der Kasse bestellt im Einvernehmen mit dem Verwal‑ tungsrat die Geschäftsführung und deren Stellvertretung (§ 3 Abs. 2 a ZVK-Satzung). Im Geschäftsjahr 2025 wurde die Ge‑ schäftsführung von Annette Roling wahrgenommen. Marc Müller nahm die Funktion des stellvertretenden Geschäftsführers wahr. 3. Verantwortlicher Aktuar Der Verwaltungsrat der ZVK Hannover hat Michael Metzger (Heu‑ beck AG) zum 1. Januar 2024 als neuen verantwortlichen Aktuar bestellt (§ 6 Abs. 4 ZVK-Satzung). Seine Aufgabe ist es, jährlich die Finanzlage der Kasse daraufhin zu prüfen, ob die dauerhafte Erfüllbarkeit der eingegangenen Verpflichtungen gewährleistet ist. Er bestätigt, dass die Rückstellungen für die Pflichtversicherung und die freiwillige Versicherung den versicherungstechnischen Geschäftsplänen entsprechen. Dazu erstellt er jährlich ein versiche‑ rungsmathematisches Gutachten zur Bestimmung der Deckungs‑ rückstellung sowie einen Bericht zur Finanzlage des Wirtschafts- jahres mit Vorschlägen zur Überschussverwendung.
8 4. Mitgliedschaften Die Mitgliedschaft bei der ZVK Hannover steht insbesondere kom‑ munalen Arbeitgebern und Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie sozialen, kulturellen und pädagogischen Bildungseinrichtun‑ gen offen. Der Mitgliederbestand der ZVK Hannover umfasst zum 31. Dezember 2025 insgesamt 74 Mitglieder: A • Abfallwirtschaft Region Hannover • AirITSystems GmbH • Apothekerkammer Niedersachsen • AWO Bezirksverband Hannover e.V. • AWO Culinaria, Wohnen und Pflegen • AWO Kindertagesstätten Schaumburg gGmbH • AWO Kreisverband Schaumburg e.V. • AWO Kreisverband Hildesheim-Alfeld e.V. • AWO Kreisverband Rotenburg/Wümme e.V. • AWO Region Hannover e.V. • AWO Soziale Dienste gGmbH Bremervörde • AWO Trialog GmbH B • Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide • Bildungsvereinigung Arbeit und Leben e.V. D • DaVita Süd-Niedersachsen GmbH • Deister-Süntel Klinikpartner GmbH • Deutsche Messe AG • Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe Landesverband Niedersachsen e.V. • DIAKOVERE • DRK Clementinenhaus • DWA Dt. Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. E • enercity AG • enercity Netzgesellschaft GmbH • Evangelische Heimvolkshochschule Loccum F • Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH G • Großmarkt Hannover GmbH H • HannIT • Hannover Congress Centrum • Hannoverania Seniorenpflege GmbH • Hannoversche Werkstätten gGmbH • Hannoverscher Rennverein e.V. • Hannoversches Schützenfest e.V. • hanova GEWERBE GmbH • hanova SERVICES GmbH • hanova WOHNEN GmbH • Heim-VHS Hustedt • Hochwasserschutzverband Innerste K • khm MVZ GmbH • Kinderkrankenhaus auf der Bult • KLAX Niedersachsen gGmbH • Klinikum Hann. Münden GmbH • Klinikum Region Hannover GmbH • Kommunaler Arbeitgeberverband Niedersachsen • Kraftwerk Mehrum GmbH • KRH Labor GmbH • KRH Servicegesellschaft • Kunstverein Hannover e.V.
9 Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2025 L • Landesarbeitsgemeinschaft Niedersachsen für Qualitätssicherung in der medizinischen Versorgung e.V. • Landeshauptstadt Hannover • Landesverband der VHS Niedersachsens e.V. • Ländl. Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. • Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung gGmbH • Lebenshilfe Langenhagen-Wedemark gGmbH M • MediClin Betriebs GmbH N • Niedersächsischer Bund für freie Erwachsenenbildung e.V. • Niedersächsische Staatstheater Hannover GmbH • Niedersächsischer Landkreistag • Niedersächsischer Städtetag • Niedersächsisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung e.V. P • Pflegeausbildungsfonds Niedersachsen GmbH R • Regio Bus Hannover GmbH • Region Hannover S • SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hannover • St. Nikolai Stift zu Hannover • Stadt Laatzen • Stift zum Heiligen Geist • Syltklinik gGmbH T • TBS Niedersachsen gGmbH V • Verein niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. W • Wasserverbandstag e.V. • Wilhelm-Busch-Gesellschaft e.V. • Winnicott Institut • Wohnungsgenossenschaft Hannover-Herrenhausen eG Z • Zoo Hannover GmbH 5. Beirat Die ZVK Hannover hat einen Beirat, in den Mitglieder mit mehr als 500 Pflichtversicherten Vertreter*innen entsenden können. Der Bei‑ rat hat beratende Funktion. In seinen Sitzungen wird über Mitglie‑ der- und Versichertenthemen, bevorstehende Satzungsänderungen sowie rechtliche Themen und Gesetzesvorhaben und -änderungen berichtet, die Auswirkungen auf die Mitgliedschaften haben können. Der Beirat wurde im Jahr 2025 einmal einberufen.
10 LAGEBERICHT II. LAGEBERICHT 2025 1. Allgemeines Die Weltwirtschaft zeigte sich im Jahr 2025 trotz politischer Unsi‑ cherheiten und zunehmender Handelsbarrieren insgesamt robust. Gleichwohl belasteten anhaltend erhöhte Zinsniveaus, geopolitische Spannungen sowie eine zurückhaltende Investitionstätigkeit die Wachstumsdynamik. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland zeigte sich im Jahr 2025 trotzdem leicht verbessert, blieb jedoch weiterhin von Unsicherhei‑ ten geprägt. Die Wirtschaftsleistung verzeichnete ein marginales Wachstum von 0,2 %1 im Vergleich zum Vorjahr. Positiv zu vermer‑ ken ist außerdem die Stabilisierung der Inflation bei 2,20 %2. Das Zinsumfeld entwickelte sich im Jahr 2025 uneinheitlich. Im Eu‑ roraum senkte die EZB ihre Leitzinsen in mehreren Schritten um insgesamt einen Prozentpunkt auf 2,00 %3. In den USA vollzog die Federal Reserve ebenfalls eine Lockerung der Geldpolitik, jedoch in geringerem Umfang, sodass der Leitzins auf 3,75 % zurückgeführt wurde. Die Inflation lag dort zuletzt bei etwa 2,80 %, wobei die zu‑ künftigen Aussichten weiterhin von erhöhten Preisrisiken geprägt sind4. 1.1. Geschäftsverlauf im Berichtsjahr Im Berichtsjahr hat die ZVK Hannover einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -57.941,01 € erwirtschaftet. Dieser ist maßgeblich auf das Kapitalanlageergebnis in der freiwilligen Versicherung zurückzu‑ führen. Die Ertragsseite wurde maßgeblich durch gestiegene Umlagen so‑ wie Erträge aus Kapitalanlagen gestützt. Insgesamt erhöhten sich die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr von 205,88 Mio. € auf 1 Vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/01/PD26_017_811.html 2 Vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/01/PD26_019_611.html 3 Vgl. https://www.leitzinsen.info/eurozone.htm 4 Vgl. https://www.lbbw.de/artikel/news-und-einschaetzungen-2025/jahresausblick-2026-konjunktur_ak1gthrg78_d.html
11 Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2025 Vermögenslage Die Summe der Aktiva hat sich um 73,96 Mio.€ auf 834,37 Mio.€ erhöht. Im Wesentlichen beruht dies auf dem Anstieg der Kapitalanlagen um 164,79 Mio.€. Diese Entwicklung ist vornehmlich auf die Gründung des Spezialfonds im Bereich Aktien zurückzuführen, da hierfür im Vorjahr 2024 Liquiditätsreserven gebildet worden sind. Vermögenslage 2025 (€) 2024 (€) Veränderung (€) abs. (€) % Immaterielle Vermö‑ gensgegenstände 3.247 4.383 -1.136 -25,9 Kapitalanlagen 782.983.362 618.198.086 164.785.276 +26,7 Sonstige Vermögensgegenstände 197.480 222.282 -24.802 -11,2 Summe gemäß Anlagenspiegel 783.184.089 618.424.751 164.759.33 +26,6 Das Anlagevermögen wird maßgeblich von den Kapitalanlagen (Finanz- und Immobilienvermögen) geprägt. Kapitalanlagen Im zurückliegenden Berichtsjahr erhöhten sich die Buchwerte der sonstigen Kapitalanlagen um 26,66 % auf 782,98 Mio.€. Aufgrund der Umschichtung hoher liquider Mittel in einen Spezialfonds im Jahr 2025 ist der Vorjahresvergleich nur eingeschränkt aussage‑ kräftig, da liquide Mittel hier nicht ausgewiesen werden. Die daraus erzielten Erträge beliefen sich auf 42,61 Mio.€ (Vorjahr: 49,08 Mio.€). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die zum Jahresbeginn erfolgte Auflegung eines Spezialfonds im Aktien‑ segment zurückzuführen, für den im Jahr 2024 sämtliche bisherigen Fondspositionen veräußert wurden. Den Erträgen standen Aufwen‑ dungen für Kapitalanlagen in Höhe von 18,51 Mio.€ gegenüber. Kapitalanlagen 210,98 Mio.€. Diese Entwicklung ist insbesondere auf das anhalten‑ de Wachstum der Entgeltbasis sowie eine stabile Beschäftigtenent‑ wicklung zurückzuführen. Der Ertragsanstieg übertraf die Annahmen der Finanzplanung um 4,24 %. Gleichzeitig wurden 73,55 Mio.€ den Rückstellungen zuge‑ führt, um potenzielle zukünftige Verpflichtungen abzusichern. Die daraus resultierende Ergebnisbelastung fiel moderat aus, stärkt je‑ doch nachhaltig die finanzielle Stabilität und Risikotragfähigkeit der Kasse. Im Vergleich zum Vorjahr (Jahresüberschuss: +372 Tsd.€) zeigt sich trotz der genannten Effekte weiterhin eine stabile wirtschaft‑ liche Entwicklung. Die wesentlichen Kennzahlen bewegen sich im Rahmen der Erwartungen und unterstreichen die nachhaltige Aus‑ richtung des Geschäftsmodells. Die erzielte Nettoverzinsung belief sich auf 3,44 % (Vorjahr: 4,00 %) und blieb damit ungeachtet eines anhaltend herausfordernden Marktumfelds auf einem wettbewerbsfähigen Niveau. Unterstüt‑ zend wirkte insbesondere die Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten, einschließlich einer positiven Dynamik im Aktien‑ segment. Im Berichtszeitraum war bei der Anzahl der beteiligten Arbeitgeber ein leichter Rückgang von 77 auf 74 zu verzeichnen, der im Wesent‑ lichen auf strukturelle Veränderungen, insbesondere Zusammen‑ schlüsse und organisatorische Anpassungen, zurückzuführen ist. Demgegenüber entwickelte sich die Zahl der Versicherten positiv und erhöhte sich um 1,96 % auf 42.026. Die Gesamtaufwendungen im Berichtsjahr lagen mit 211,04 Mio.€ leicht über dem Vorjahreswert von 205,51 Mio.€, bewegten sich je‑ doch im Rahmen der Planung. 1.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die ZVK Hannover kann auf ein insgesamt solides und zufrieden‑ stellendes Geschäftsjahr 2025 zurückblicken. Trotz eines weiterhin anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen Umfelds wurde das opera‑ tive Ergebnis vor Rückstellung und Ergebnisbildung gegenüber dem Vorjahr von 65,72 Mio.€ auf 73,49 Mio.€ gesteigert. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entwickelte sich insge‑ samt stabil, im Einklang mit den Erwartungen und stellt sich im Einzelnen wie im Folgenden beschrieben dar. 120 Mio.€ 371 Mio.€ | 47,38 % 120 Mio.€ 166 Mio.€ 170 Mio.€ 339 Mio.€ | 54,93 % 107 Mio.€ 15,36 % 15,43 % 26,98 % 21,83 % 4 Mio.€ | 0,65 % 17,44 % Immobilien Aktien Verzinsliche Wertpapiere andere Kapital- anlagen Aktuelles Jahr Vorjahr
12 Immobilien Das Immobilienvermögen der ZVK Hannover umfasste im Geschäfts‑ jahr 2025 insgesamt 2.548 Wohnungen, 22 Gewerbeeinheiten, 1.393 Garagen und Stellplätze, die überwiegend im Stadtgebiet Hannover gelegen sind und größtenteils in den 1960er Jahren er‑ richtet wurden. Die Mieterträge unterliegen nur geringen Schwan‑ kungen und leisten einen stabilisierenden Beitrag zur Gesamtrendite der ZVK Hannover. Als regionaler Wohnungsanbieter stellt die ZVK Hannover zudem Wohnraum zu vergleichsweise moderaten Miet‑ konditionen bereit. Im Vergleich zum aktuellen qualifizierten Miet‑ preisspiegel liegen die Durchschnittsmieten der ZVK Hannover um etwa 10 % niedriger. Insgesamt belief sich der Immobilienbestand in der Pflichtversiche‑ rung im Berichtsjahr auf 170,89 Mio.€ und lag damit um 4,10 Mio.€ über dem Vorjahreswert. Dies entspricht 21,83 % des Kapitalanlage‑ bestands (Vorjahr: 26,98 %). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf durchgeführte Modernisierungsmaßnahmen zurückzuführen. Um die Immobilienquote langfristig zu sichern, werden künftig Zukäufe, Neubauten und Erweiterungen des Bestandes notwendig sein. Zur langfristigen Sicherstellung der angestrebten Immobilienquote (Ziel: 25,00 %) ist die ZVK Hannover mittelfristig auf weitere Zukäufe an‑ gewiesen. Aktien Im ersten Quartal des Jahres 2025 wurde der Spezialfonds Aktien der ZVK Hannover aufgelegt. Diese weltweit diversifizierte Aktien‑ anlage ist in die Segmente Europa und Global unterteilt, die jeweils aktiv von unterschiedlichen Fondsmanagern gesteuert werden. Die Anlagestrategie der ZVK Hannover ist langfristig ausgerichtet (Buy and Hold), sodass kurzfristige Marktschwankungen eine unterge‑ ordnete Rolle spielen und die nachhaltige Entwicklung der Aktien‑ märkte im Fokus steht. Zum Jahresende belief sich das bilanzielle Volumen des Spezial‑ fonds auf 112,29 Mio. €. Zusätzlich wurde zum einen in der frei‑ willigen Versicherung in Umsetzung der ALM-Studie der Immobilien‑ sektor aus drei Immobilienfonds mit einem Gesamtvolumen von 5,99 Mio. € über verschiedene Sektoren hinweg aufgebaut. Die Schwerpunkte dieser Fonds liegen in den Bereichen Infrastruktur, Logistik und Einzelhandel. Ergänzend ist ein Fonds mit Schwer‑ punkt auf Emerging Markets in Höhe von 2,00 Mio.€ im Bestand enthalten. Der Anteil der Aktienanlage zu Buchwerten betrug an der Gesamtan‑ lage damit 15,36 % (Vorjahr 0,65 %). Die im Vorjahr vergleichsweise niedrige Quote ist auf den Aufbau von Liquiditätsreserven zur Finan‑ zierung der Fondsauflegung zurückzuführen. Entsprechend reduzier‑ ten sich die liquiden Mittel im Berichtsjahr um 91,63 Mio. € auf 24,73 Mio.€. Von der positiven Entwicklung der internationalen Ak‑ tienmärkte im Jahr 2025 konnte die ZVK Hannover profitieren. Rentenanlagen Zum Ende des Geschäftsjahres entfielen 47,38 % des Kapitalanlage‑ bestands auf Rentenanlagen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 7,55 %. Diese Entwicklung ist im Wesent‑ lichen auf die konsequente Umsetzung der strategischen Asset Allokation in anderen Anlageklassen zurückzuführen. Im Jahr 2025 wurden in diesem Segment zehn Neuanlagen mit einer durchschnitt‑ lichen Verzinsung von 4,25 % getätigt. Die durchschnittliche Lauf‑ zeit dieser Anlagen beträgt 20 Jahre. Andere Kapitalanlagen Unter dem Begriff der anderen Kapitalanlagen wird der Bereich der alternativen Investments zusammengefasst, der sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 15,43 % (Vorjahr: 17,44 %) des Kapitalanlagebestandes belief. Die ZVK Hannover investiert in die Anlageklas‑ sen Private Equity, Private Debt und Infrastruktur. Im Jahr 2025 konnte die mehrjährige Aufbauphase erfolgreich abgeschlossen werden. In diesem Zusammenhang verzeichneten die Anlageklassen im Geschäftsjahr signifikante Mittelzuflüsse in Höhe von 12,99 Mio. €. Damit ist der strategische Aufbau dieses Segments planmäßig beendet. Mit dem Abschluss der Aufbauphase wird künftig ein Anstieg der Ausschüttungen erwartet. Perspektivisch ist vorgesehen, dass sich der Bereich Alternative Investments zuneh‑ mend durch Rückflüsse und Erträge aus sich selbst heraus finan‑ ziert. Zuflüsse erfolgen im Rahmen der Einhaltung der strategi‑ schen Asset Allokation. Finanzlage Im Verlauf des gesamten Berichtsjahres kam die ZVK Hannover ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit uneingeschränkt nach. Die Li‑ quiditätsquote belief sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 3,06 % (Vorjahr: 15,84 %). Weiterführende Aussagen zur Kapitalanlagestrategie und -struktur sind im Risiko-, Chancen- und Prognosebericht sowie im Nachhaltig‑ keitsbericht dargestellt (vgl. Lagebericht, Ziffer 4 und 5). Hinsicht‑ lich der Leistungsverpflichtungen und deren Finanzierung wird auf die Ausführungen des Verantwortlichen Aktuars verwiesen (vgl. La‑ gebericht, Ziffer 1.3). Ertragslage Die Beitrags- und Umlageeinnahmen sowie die satzungsmäßigen Erträge entwickelten sich im Berichtsjahr positiv und lagen um 2,48 % über dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür war insbesondere das anhaltende Wachstum im Bestand der Pflichtversicherten. Demgegenüber entwickelten sich die Erträge der Kapitalanlagen konträr. Bereinigt um die Sondereffekte des Vorjahres reduzierten sich diese im Berichtsjahr um 6,47 Mio.€.
13 Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2025 Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich im Be‑ richtsjahr um 1,85 %. Diese Entwicklung ist primär auf die Zunahme laufender Rentenzahlungen sowie gestiegene Erstattungen zurück‑ zuführen. Darüber hinaus ergab sich ein jährlicher Aufwand aus der Zuführung zu den versicherungstechnischen Rückstellungen. Hintergrund ist die Sicherstellung von zukünftig erwartbaren Renten. Insgesamt wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -57.941,01 € ausgewiesen. 1.3. Versicherungstechnisches Ergebnis Versicherungsmathematische Deckungsrückstellungen Der Verantwortliche Aktuar ermittelt im versicherungsmathemati‑ schen Gutachten das Deckungskapital zum Bilanzstichtag getrennt nach den Abrechnungsverbänden Pflichtversicherung und freiwilli‑ ge Versicherung. In der freiwilligen Versicherung erfolgt eine Diffe‑ renzierung nach einzelnen Tarifen. Die Berechnungsgrundlagen um‑ fassen insbesondere die jeweiligen Technischen Geschäftspläne der Tarife sowie die personenbezogene Auswertung des Versiche‑ rungsbestands der ZVK Hannover. In der Pflichtversicherung beträgt das Deckungskapital gemäß der fiktiven versicherungstechnischen Bilanz 2.130,17 Mio.€ (vgl. „Er‑ gebnis und Vorschlag zur Überschussverwendung“). Pflichtversicherung 2025 (€) 2024 (€) Veränderung (€) abs. (€) % Anwartschaften 1.137.871.751 1.110.740.627 27.131.124 +2,4 Ansprüche 971.203.848 951.471.250 19.732.598 -2,1 Netto-Deckungsrückstellung 2.109.075.599 2.062.211.877 46.863.722 +2,3 Verwaltungskosten 21.090.756 20.622.119 468.637 +2,3 Brutto-Deckungsrückstellung 2.130.166.355 2.082.833.996 47.332.359 +2,3 Die Berechnung erfolgt auf Grundlage der Bestände an Pflichtversi‑ cherten, beitragsfrei Versicherten sowie Rentenempfänger*innen. Die Bewertung der Deckungsrückstellung in den Tarifen 2002, 2009/2009U, 2017 und 2024 der freiwilligen Versicherung beträgt nach aktuarieller Berechnung 61,15 Mio.€. Freiwillige Versicherung 2025 (€) 2024 (€) Veränderung (€) abs. (€) % Anwartschaften 36.701.981 37.540.145 -838.164 -2,2 Ansprüche 23.772.508 20.653.216 3.119.292 +15,1 Netto-Deckungsrückstellung 60.474.489 58.193.361 2.281.128 +3,9 Verwaltungskosten 679.481 649.562 29.919 +4,6 Brutto-Deckungsrückstellung 61.153.970 58.842.923 2.311.047 +3,9 Für die freiwillige Versicherung erfolgt die Berechnung auf Grundla‑ ge der Bestandsgruppen der aktiv Versicherten, der beitragsfrei Ver‑ sicherten sowie der Rentenempfänger*innen. Die Berechnungs‑ grundsätze und zu verwendenden Rechnungsgrundlagen für die Tarife blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der Anstieg der Ansprüche um 15,1 % resultiert vorrangig aus der Zunahme der Rentner in der freiwilligen Versicherung. Ergebnis und Vorschlag zur Überschussverwendung Pflichtversicherung Der Verantwortliche Aktuar bestätigt im versicherungsmathemati‑ schen Gutachten vom 13.Mai 2026, dass die dauerhafte Erfüllbar‑ keit der Verpflichtungen der Pflichtversicherung weiterhin als gesi‑ chert anzusehen ist. Die Entwicklung des Versichertenbestands und der zusatzversor‑ gungspflichtigen Entgelte verläuft dabei günstiger als im Finanzie‑ rungsgutachten zugrunde gelegt. Statt der unterstellten konstanten Bestandsentwicklung (Stand: 31.12.2021) sowie einer Entgeltdynamik von 2,0 % wurden zum Jahresende höhere Werte erreicht. Positiv wirkt sich insbesondere die aktuelle Tarifentwicklung (01.04.2025: +3,0 %) auf die Entgeltentwicklung aus. Die im Berichtsjahr erzielte Verzinsung der Pflichtversicherung in Höhe von 3,43 % (Vorjahr: 3,97 %) liegt über der für den Gesamtfinanzierungssatz (8,07 %) angenommenen Vermögensverzinsung in Höhe von 3,00 %. Trotz anhaltender Unsicherheiten bestehen derzeit keine Risiken für die Stabilität des Gesamtfinanzierungssatzes. Zur Beurteilung einer Überschussbeteiligung und einer möglichen Bonuspunkteverteilung legt der Verantwortliche Aktuar die Maßstä‑ be einer real kapitalgedeckten Pensionskasse mit den Finanzie‑ rungsgrundlagen nach den Maßgaben des ATV-K zugrunde. Vertei‑ lungsfähige Überschüsse sind nur gegeben, sofern Überschüsse nicht benötigt werden, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflich‑ tungen zu gewährleisten. Der Verantwortliche Aktuar hat auf Basis der fiktiven versicherungstechnischen Gewinn- und Verlustrechnung
14 2025 für die Pflichtversicherung einen rechnerischen Fehlbetrag von -20,57 Mio. € ermittelt (Vorjahr: -21,85 Mio. €). Damit besteht kein verteilungsfähiger Überschuss. Abweichungen zum Vorjahr er‑ geben sich insbesondere in den Beiträgen (+5,70 Mio.€), in den Zinser‑ trägen (+0,95 Mio.€), den Erträgen aus Kapitalanlagen (-5,71 Mio.€), den Aufwendungen für Rentenleistungen (-2,00 Mio.€), den Aufwen‑ dungen für Kapitalanlagen (+5,09 Mio.€) sowie in der Veränderung der Deckungsrückstellung (-2,05 Mio.€). Da in der (fiktiven) versicherungstechnischen Bilanz eine Unter‑ deckungssituation besteht, gibt es keinen finanziellen Handlungs‑ spielraum für die Gewährung von bonuspunktebedingten Leistungs‑ erhöhungen. Freiwillige Versicherung Zum 31.Dezember 2025 ergibt sich für die freiwillige Versicherung ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -57.941,01 € (Vorjahr: +371.693,34 €). Dieser ergibt sich aus den Ergebnissen je Tarif wie folgt: • Tarif 2002: -210.377,28 € (Vorjahr: +235.565,58 €) • Tarif 2009/2009 U: +85.823,39 € (Vorjahr: +84.979,88 €) • Tarif 2017: +69.463,60 € (Vorjahr: +50.830,04 €) • Tarif 2024: -2.850,72 € (Vorjahr: +317,84 €) Der Vorschlag zur Ergebnisverwendung 2025 des Verantwortlichen Aktuars lautet: • Aufbau der Verlustrücklage A aus den folgenden Jahresüber- schüssen: • Tarif 2009/2009 U: 85.823,39 € • Tarif 2017: 44.463,60 € • Entnahme der Verlustrücklage A zur Minderung des Fehlbetrags: • Tarif 2002: -210.377,28 € • Tarif 2024: -2.850,72 € • Dotierung der Rückstellung für Leistungsverbesserungen: • Tarif 2017: 25.000,00 € Der Verantwortliche Aktuar schlägt aufgrund der Höhe der Rückstel‑ lung für Leistungsverbesserungen des Tarifs 2017 vor, aktuell eine Bonifizierung für diesen Tarif vorzunehmen. Infolge des Vorschlags des Verantwortlichen Aktuars zur Ergebnis‑ verwendung 2025 ist eine Inanspruchnahme der Verlustrücklage B nicht notwendig.
15 Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2025 ZVK#BRÜCKEN Integration. Zusammenhalt. Kooperation. © jokuephotography - istockphoto.com
16 2. Vergleich der Rechnungsergebnisse 2025 und 2024 2.1. Basiszahlen Vergleich Rechnungsergebnisse Rechnung Rechnung Veränderung 2025 – 2024 2025 (€) 2024 (€) abs. (€) % 1. Umlagen (Sanierungsgeld) und Beiträge 168.344.814,16 156.775.809,91 11.569.004,25 7,4 a) Pflichtversicherung 161.963.132,84 150.467.983,12 11.495.149,72 +7,6 b) Freiwillige Versicherung 1.719.850,16 1.745.908,08 -26.057,92 -1,5 c) Beitragsüberleitungen von anderen ZV-Kassen (PV) 2.551.520,66 2.421.840,03 129.680,63 +5,4 d) Beitragsüberleitungen von anderen ZV-Kassen (FV) 99.654,64 0,00 99.654,64 e) Sonst. vers.-techn. Erträge (Erstattungen, Ausgleichsz.) 2.010.655,86 2.140.078,68 -129.422,82 -6,0 2. Beiträge aus der Rückstellung für künftige Leistungsverbesserungen (RKL) 22.000,00 17.000,00 5.000,00 +29,4 3. Erträge aus Kapitalanlagen 42.607.012,44 49.078.185,39 -6.471.172,95 -13,2 a) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.908.797,13 21.912.986,80 -4.189,67 0,0 b) Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen 20.698.215,31 27.165.198,59 -6.466.983,28 -23,8 4. Sonstige Erträge 6.340,00 6.340,00 0,00 0,0 Summe der Erträge 210.980.166,60 205.877.335,30 5.102.831,30 +2,5 5. Aufwendungen für Versicherungsfälle 113.533.684,38 111.470.835,25 2.062.849,13 +1,9 a) Pflichtversicherung 112.067.137,18 110.196.934,03 1.870.203,15 +1,7 b) Freiwillige Versicherung 1.466.547,20 1.273.901,22 192.645,98 +15,1 6. Aufwendungen für Beitragsüberleitungen an andere Kassen und Beitragsrückgewähr 3.152.704,25 2.628.895,85 523.808,40 +19,9 a) Pflichtversicherung 3.152.704,25 2.628.895,85 523.808,40 +19,9 b) Freiwillige Versicherung 0,00 0,00 0,00 7. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen/Rücklagen 73.546.419,08 65.351.742,38 8.194.676,70 +12,5 a) Pflichtversicherung gemäß § 56 Abs. 2 Satz 1 ZVK-Satzung 71.235.372,08 63.037.081,38 8.198.290,70 +13,0 b) Freiwillige Versicherung gemäß § 56 Abs. 3 ZVK-Satzung 2.311.047,00 2.314.661,00 -3.614,00 -0,2 c) Verlustrücklage B gemäß § 57 Abs. 4 ZVK-Satzung 0,00 0,00 0,00 8. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb 2.285.629,64 1.978.900,75 306.728,89 +15,5 9. Aufwendungen für Kapitalanlagen 18.513.330,26 24.068.927,73 -5.555.597,47 -23,1 a) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.978.649,80 15.628.783,55 349.866,25 +2,2 b) Aufwendungen für andere Kapitalanlagen 2.534.680,46 8.440.144,18 -5.905.463,72 -70,0 10. Sonstige Aufwendungen 6.340,00 6.340,00 0,00 0,0 Summe der Aufwendungen 211.038.107,61 205.505.641,96 5.532.465,65 +2,7 Zwischenergebnis der GuV -57.941,01 371.693,34 -429.634,35 -115,6 11. Einstellung in die Verlustrücklage (Freiwillige Versicherung) 0,00 0,00 0,00 Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (FV) -57.941,01 371.693,34 -429.634,35 -115,6
17 Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2025 2.2. Veränderungen der Erträge Die Gesamterträge des Jahres 2025 belaufen sich auf 210,98 Mio. € und liegen damit um 5,10 Mio. € über dem Vorjahreswert. Maßgebend hierfür sind insbesondere deutlich gestiegene Erträge aus Umlagen und Beiträgen. 2.2.1. Umlagen (Sanierungsgeld) und Beiträge 2025 (€) 2024 (€) Veränderung Pflichtversicherung (PV) 161.963.133 150.467.983 11.495.150 Freiwillige Versicherung (FV) 1.719.850 1.745.908 -26.058 Beitragsüberleitungen von an‑ deren ZV-Kassen (PV) 2.551.521 2.421.840 129.681 Beitragsüberleitungen von an‑ deren ZV-Kassen (FV) 99.655 0 99.655 Sonst. vers.-techn. Erträge 2.010.656 2.140.079 -129.423 Gesamt 168.344.814 156.775.810 11.569.004 Die Erträge aus Umlagen, Sanierungsgeldern und Beiträgen werden zum Bilanzstichtag mit 168,34 Mio.€ ausgewiesen und liegen um 11,57 Mio.€ (+7,38 %) über dem Vorjahreswert. In der Pflichtversicherung belaufen sich die Umlagen und Sanierungs‑ gelder auf 161,96 Mio.€. Dies entspricht einem Anstieg um 11,50 Mio.€ (+7,64 %), der insbesondere auf die Zunahme der Zahl der Pflichtversicherten auf 42.026 (+806; +1,96 %) sowie auf die Tarif‑ entwicklung im TVöD 2025 zurückzuführen ist. Diese führten zu ei‑ ner Erhöhung der Entgelte zum 1. April 2025 in Höhe von +3,0 % sowie zu einer weiteren Anpassung zum 1.Mai 2026 um +2,8 %. Die Beiträge in der freiwilligen Versicherung (1,72 Mio.€) gingen um 0,03 Mio.€ (-1,49 %) zurück. Gleichzeitig verringerte sich die Anzahl der aktiven Verträge um 64 (-5,60 %) auf 1.078. Demgegenüber stieg die Anzahl der Rentenempfängerinnen um 96 und liegt aktuell bei 1.052. Aus Beitragsüberleitungen von anderen Zusatzversorgungskassen an die ZVK Hannover wurden in der Pflichtversicherung Erträge in Höhe von 2,55 Mio.€ (Vorjahr: 2,42 Mio.€) erzielt. In der freiwilligen Versicherung erfolgten Beitragsüberleitungen in Höhe von 0,10 Mio.€. Da die Entscheidung eines Arbeitgeberwechsels und damit einer Beitragsüberleitung ausschließlich von den Versicherten getroffen wird, entzieht sich diese Ertragsposition der Einflussnahme der ZVK Hannover. Die sonstigen versicherungstechnischen Erträge (insbesondere Er‑ stattungszahlungen der ZVK Emden) belaufen sich auf 2,01 Mio.€ und liegen um -0,13 Mio.€ unter dem Vorjahreswert. 2.2.2. Beiträge aus der Rückstellung für zukünftige Leistungsverbesserungen Gemäß dem Beschluss zum Jahresabschluss 2024 erfolgte eine Bonifizierung im Tarif 2017 der freiwilligen Versicherung. Die Minde‑ rung der Rückstellung für Leistungsverbesserungen um 22 Tsd.€ wird unter dieser Position ertragswirksam dargestellt. 2.2.3. Erträge aus Kapitalanlagen Die Erträge aus Kapitalanlagen belaufen sich auf 42,61 Mio.€ und liegen damit um - 6,47 Mio.€ (-13,19 %) unter dem Vorjahreswert. Auf den Immobilienbereich entfallen Erträge in Höhe von 21,91 Mio.€ und liegen dadurch marginal unter Vorjahresniveau (-4 Tsd.€). Im Geschäftsjahr 2025 gab es keine Bestandsveränderungen, sodass die Entwicklung der Erträge im Wesentlichen auf Mietanpassungen sowie die Auflösungen von Rückstellungen zurückzuführen ist. Auf sonstige Kapitalanlagen (Finanzanlagen) entfallen Erträge in Höhe von 20,70 Mio. € (-6,47 Mio. €). Die Zinserträge aus verzins‑ lichen Wertpapieren, einschließlich Inhaberschuldverschreibungen und sonstiger Ausleihen, beliefen sich auf 14,22 Mio.€. Aus Fonds‑ anlagen resultierten Erträge in Höhe von 1,97 Mio.€, während aus alternativen Investments Erträge in Höhe von 3,85 Mio.€ erzielt wurden. Ergänzend ergaben sich Zinserträge aus kurzfristigen An‑ lagen, insbesondere aus Giro- und Tagesgeldern, in Höhe von 0,65 Mio.€. 2.2.4. Sonstige Erträge Die sonstigen Erträge erfassen Verrechnungen von Dienstleistungen mit der Landeshauptstadt Hannover und belaufen sich auf 6 Tsd.€. 2.3. Veränderungen der Aufwendungen Im Geschäftsjahr 2025 erhöhten sich die Aufwendungen um +2,69 % auf 211,04 Mio.€. Im Vorjahr beliefen sich die Aufwendungen noch auf 205,51 Mio.€. 2.3.1. Aufwendungen für Versicherungsfälle 2025 (€) 2024 (€) Veränderung Pflichtversicherung 112.067.137 110.196.934 1.870.203 Freiwillige Versicherung 1.466.547 1.273.901 192.646 Gesamt 113.533.684 111.470.835 2.062.849 Die Aufwendungen für Versicherungsfälle werden mit 113,53 Mio.€ ausgewiesen und liegen damit um 2,06 Mio.€ (+1,85 %) über dem Vorjahreswert. In der Pflichtversicherung entstanden Aufwendun‑ gen in Höhe von 112,07 Mio.€ und damit Mehraufwendungen von 1,87 Mio.€ (+1,70 %). Ursache sind die jährliche einprozentige Ren‑ tenerhöhung sowie die um 504 auf 23.758 (+2,17 %) gestiegene Zahl der Rentenempfänger*innen.
18 In der freiwilligen Versicherung erhöhte sich der Aufwand für Versi‑ cherungsfälle um 0,19 Mio.€ auf 1,46 Mio.€ (+15,12 %). Gleichzeitig stieg die Zahl der Rentenempfänger*innen um 96 auf 1.052 (+10,04 %). 2.3.2. Aufwendungen für Beitragsüberleitungen an andere Kassen und Beitragsrückgewähr Mit 3,15 Mio.€ liegen die Aufwendungen für Beitragsüberleitungen an andere Kassen und Beitragsrückgewähr um 0,52 Mio.€ (+19,93 %) über dem Vorjahreswert. Sie entfallen ausschließlich auf die Pflicht‑ versicherung. 2.3.3. Veränderungen der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen/Rücklagen Mit den Veränderungen der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen wird das operative Rechnungsergebnis des Ge‑ schäftsjahres 2025 abgebildet. Das Ergebnis in Höhe von 73,55 Mio. € liegt damit um 8,19 Mio. € (+12,54 %) über dem Vorjahres‑ wert. Für die Pflichtversicherung beträgt das Ergebnis und damit die Zuführung zur Deckungsrückstellung 71,24 Mio.€ (+8,20 Mio.€; +13,01 %). In der freiwilligen Versicherung wurde für das Geschäfts‑ jahr 2025 eine Deckungsrückstellung in Höhe von 2,31 Mio.€ ermit‑ telt (Vorjahr: 2,31 Mio. €). 2.3.4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb betragen 2,29 Mio.€ und liegen um 0,31 Mio.€ (+15,50 %) über dem Wert des Vorjahres. Die Personalkosten erhöhten sich um 0,05 Mio. € (+3,64 %) auf 1,43 Mio.€. Die Sachkosten belaufen sich auf 0,85 Mio.€ und sind um +42,50 % gestiegen. Verantwortlich dafür sind gestiegene EDV-Kosten und eine Einzelwertberichtigung aufgrund einer Insol‑ venz eines Mitgliedes. Eine Aufteilung nach Pflichtversicherung und freiwilliger Versiche‑ rung stellt sich wie folgt dar: Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb – unterteilt nach PV und FV 2025 (€) 2024 (€) Veränderung (€) Pflichtversicherung (PV) Personalaufwendungen 1.365.516 1.317.583 47.933 Sachaufwendungen 844.510 592.655 251.854 Gesamt PV 2.210.026 1.910.239 299.787 Freiwillige Versicherung (FV) Personalaufwendungen 65.707 59.784 5.923 Sachaufwendungen 9.897 8.878 1.018 Gesamt FV 75.604 68.662 6.941 Gesamt PV und FV 2.285.630 1.978.901 306.729 2.3.5. Aufwendungen für Kapitalanlagen Die Aufwendungen für Kapitalanlagen werden mit 18,51 Mio.€ aus‑ gewiesen und haben sich damit um 5,56 Mio.€ (-23,08 %) reduziert. 2025 (€) 2024 (€) Veränderung (€) Personalaufwendungen 2.652.262,08 2.291.506,13 360.755,95 Sachaufwendungen 15.861.068,18 21.777.421,60 -5.916.353,42 Gesamt 18.513.330,26 24.068.927,73 -5.555.597,47 a) Aufwendungen für Immobilien 2025 (€) 2024 (€) Veränderung (€) Personalaufwendungen 2.082.468,46 1.756.475,51 325.992,95 Sachaufwendungen 13.896.181,34 13.872.308,04 23.873,30 Gesamt 15.978.649,80 15.628.783,55 349.866,25 Innerhalb des Sachaufwands verzeichnet insbesondere die baulichen Unterhaltungen (+0,46 Mio.€) einen Anstieg. Dem gegenüber stehen geringere Aufwendungen für die Grundsteuer (-0,37 Mio.€). Hinter‑ grund ist das neue Grundsteuerrecht, welches in Niedersachsen ab dem 01.01.2025 gilt und ein neues Berechnungsmodell inkludiert. b) Aufwendungen für sonstige Kapitalanlagen 2025 (€) 2024 (€) Veränderung (€) Pflichtversicherung (PV) Personalaufwendungen 515.036,44 484.256,21 30.780,23 Sachaufwendungen 1.794.617,29 7.281.754,54 -5.487.137,25 2.309.653,73 7.766.010,75 -5.456.357,02 Freiwillige Versicherung (FV) Personalaufwendungen 54.757,18 50.774,41 3.982,77 Sachaufwendungen 170.269,55 623.359,02 -453.089,47 225.026,73 674.133,43 -449.106,70 Gesamt PV und FV 2.534.680,46 8.440.144,18 -5.905.463,72 Die Aufwendungen für sonstige Kapitalanlagen betragen zum Jah‑ resende 2,53 Mio. € und liegen damit um 5,91 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Die handelsrechtliche Bewertung von Kapitalanlagen wurde vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung der Kapital‑ märkte sorgfältig geprüft (u.a. § 341b HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 S. 1 und Abs. 4 und 5 sowie § 256 HGB).
19 Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2025 2.3.6. Einstellung in die Verlustrücklage/Jahresergebnis Auf Grundlage des Beschlusses zum Vorjahresabschluss 2024 des Rates der Landeshauptstadt Hannover vom 28.August 2025 wurde zum 31.Dezember 2024 gemäß § 59 Abs. 3 in Verbindung mit § 57 der Satzung der ZVK die Verlustrücklage A aus den Überschüssen der Tarife 2009/2009U, 2017 und 2024 der freiwilligen Versicherung mit 349.693,34 € und die Rückstellung für Leistungsverbesserung des Tarifes 2017 mit 22.000,00 € dotiert. Verlustrücklage/Jahresergebnis Hinsichtlich der Ergebnisverwendung 2025 schlägt der Verantwort‑ liche Aktuar vor, den Jahresüberschuss des Tarifs 2009/2009U voll‑ ständig und den Jahresüberschuss des Tarifs 2017 anteilig in Höhe von 44.463,60 € der Verlustrücklage A zuzuführen. Zur Minderung des Fehlbetrages entnehmen die Tarife 2002 und 2024 aus der Ver‑ lustrücklage A die jeweils erforderlichen Beträge. Für den Tarif 2017 wird vorgeschlagen, einen Beitrag in Höhe 25.000 € der Rückstellung für Leistungsverbesserungen zuzuführen. Die Deckungsrückstellung in Höhe des Barwerts der Anwartschaften und Ansprüche sowie der Verwaltungskostenrückstellung im Ab‑ rechnungsverband der freiwilligen Versicherung ist vollständig durch Vermögen gedeckt. Eine Inanspruchnahme der Verlustrück‑ lagen B ist nicht erforderlich. 3. Entwicklung ausgewählter Bereiche 3.1. Pflichtversicherung Mitglieder der ZVK Hannover Am 31.Dezember 2025 hat die ZVK Hannover 74 Mitglieder (Arbeit‑ geber*innen), die sich auf folgende Bereiche verteilen: Soziale Einrichtungen 17 Mitglieder Wirtschaftsunternehmen 15 Mitglieder Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen 12 Mitglieder Bildungseinrichtungen 11 Mitglieder Kulturelle/sonstige Einrichtungen 9 Mitglieder Körperschaften des öffentlichen Rechts 8 Mitglieder Gesundheitswesen 2 Mitglieder Pflichtversicherte Die ZVK Hannover hat zum 31.Dezember 2025 insgesamt 42.026 Pflichtversicherte. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg von 806 (+1,96 %). Zusätzlich gibt es 61.569 beitragsfrei Pflichtversicherte. Die grafische Darstellung der Altersstruktur des Bestands in der Pflichtversicherung zeigt ein Übergewicht der rentennahen Geburts‑ jahrgänge: Altersstruktur Pflichtversicherung (31.12.2025) Das Durchschnittsalter der Pflichtversicherten beträgt 44,21 Jahre und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (44,36 Jahre) leicht gesun‑ ken. Der Frauenanteil liegt bei 59,77 % und der Männeranteil bei 40,18 %. Die verbleibenden 0,05 % entfallen auf die Geschlechtsan‑ gaben „divers“ und „unbestimmt“. Das durchschnittliche ZV-Entgelt (steuerpflichtiges Entgelt) der Pflichtversicherten beläuft sich auf 45.030,06 € (Vorjahr: 41.529,80 €). 23 % Soziale Einrichtungen 11 % Körperschaften des öffentlichen Rechts 3 % Gesundheitswesen 20 % Wirtschaftsunternehmen 16 % Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen 15 % Bildungseinrichtungen 12 % kulturelle/sonstige Einrichtungen Mitglieder 74 504 ≤20 349 ≥61 21 – 30 41 – 50 31 – 40 51 – 60 4.547 5.789 5.481 6.296 2.503 2.810 3.908 3.475 4.418 1.927 Versicherte (m) Versicherte (w) Tarif 2017 69.464 € 85.823 € Tarif 2009/2009U -210.377 € Tarif 2002 -57.941 € -2.851 € Tarif 2024 Jahresabschluss/ Jahresfehlbetrag Jahresüberschuss Jahresfehlbetrag
20 Finanzierung der Pflichtversicherung Die Finanzierung der Pflichtversicherung erfolgt im Umlageverfahren über die von den Arbeitgebern getragenen Umlagen und Sanierungs‑ gelder (§ 16 ATV-K, § 62 ZVK-Satzung in Verbindung mit § 17 ATV-K, § 63 ZVK-Satzung). Der Umlagesatz beträgt 5,07 %, der Sanie‑ rungsgeldsatz 3,00 %, sodass sich für die Arbeitgeber der Ver- sicherten Gesamtaufwendungen in Höhe von 8,07 % des zusatzver‑ sorgungspflichtigen Entgelts ergeben. Das aktuelle Finanzierungs‑ gutachten vom 25.Mai 2022 bestätigt diesen Gesamtfinanzierungs‑ satz. Die Höhe des Finanzierungssatzes der Pflichtversicherung wird im Wesentlichen durch den Entgelttrend und die Bestandsent‑ wicklung bestimmt, gefolgt von der Verzinsung des Vermögens. Beitragsüberleitungen von und zu anderen Versorgungskassen Wechseln Versicherte zu einem Arbeitgeber, der einer anderen Zu‑ satzversorgungskasse angeschlossen ist, können die erworbenen Versorgungspunkte übertragen werden. Ein Barwertausgleich stellt dabei sicher, dass in der späteren betrieblichen Altersversorgung keine Nachteile entstehen. Im Geschäftsjahr 2025 veranlasste die ZVK Hannover 233 (Vorjahr: 299) Überleitungen an andere Kassen. Im Gegenzug erfolgten 246 (Vorjahr: 257) Überleitungen von anderen Kassen zur ZVK Hannover. Leistungen der Pflichtversicherung Rentenleistungen Die Betriebsrente wird mit Eintritt des Versicherungsfalls, i.d.R. mit Bezugsbeginn der gesetzlichen Rente, geleistet. Die ZVK Hannover zahlt Altersrenten, Erwerbsminderungsrenten (bei voller und teilwei‑ ser Erwerbsminderung) sowie Hinterbliebenenrenten für Witwen, Witwer, Waisen und eingetragene Lebenspartner*innen. Die Berech‑ nungsgrundlagen für die Höhe der Betriebsrente sind in §§ 33 ff. der ZVK-Satzung festgelegt. Pflichtversicherung – Aufteilung Rentenarten Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich bei der Verteilung nach Renten‑ arten eine weitere Zunahme der Altersrenten. Die Anteile der Er‑ werbsminderungsrenten, der Witwen-/Witwerrenten und Waisen‑ renten sind hingegen rückläufig. Der Versichertenbestand erhöht sich um 2,2 % auf 23.758 Renten‑ empfänger*innen (davon 65,28 % Frauen und 34,72 % Männer). Die Versorgungslastquote (Verhältnis Pflichtversicherte zu Rentenemp‑ fänger*innen) beträgt 1,77. Die aktuariellen Auswertungen zur Bestandsentwicklung zeigen, dass die über fünf Jahre kumulierten tatsächlichen Todesfälle wäh‑ rend der Rentenphase leicht (+4,20 %) über den rechnungsmäßig er‑ warteten Todesfällen liegen. Die während der Aktivphase vor Eintritt einer Alters- oder Erwerbsminderungsrente eingetretenen Todesfäl‑ le liegen um 10,27 % über den rechnungsmäßigen Annahmen. Die Todesfälle in der Aktivphase sind materiell von untergeordneter Be‑ deutung. Insgesamt ist festzustellen, dass die tatsächlichen Sterbe‑ fallzahlen oberhalb der rechnungsmäßigen Annahmen liegen. Die beobachteten Erwerbsminderungsfälle bewegen sich im Fünf‑ jahreszeitraum durchgehend bei rund 59,30 %. Damit entsprechen die rechnungsmäßigen Annahmen den tatsächlichen Entwicklungen. Die aktuarielle Auswertung zeigt zudem, dass etwa 33 % (Vorjahr 33 %) der Neurentenfälle des Jahres 2025 eine abschlagsfreie Rente für besonders langjährige Versicherte in Anspruch genommen haben. In der Fünfjahresbetrachtung liegt dieser Anteil leicht unter den rechnungsmäßigen Annahmen von 40 %. Das durchschnittliche Ein‑ trittsalter in die Altersrente beträgt 63,6 Jahre (Vorjahr: 63,4 Jahre). Im Jahr 2025 wurden Rentenleistungen in Höhe von insgesamt 112,07 Mio. € (Vorjahr: 110,20 Mio. €) erbracht. Davon entfielen 107,19 Mio.€ (Vorjahr: 104,97 Mio.€) auf direkte Rentenleistungen. Überdies beinhalten die Aufwendungen für Rentenleistungen Ehe‑ versorgungsausgleichszahlungen, Abfindungen sowie Erstattungen an die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder in Höhe von 4,88 Mio.€. Die durchschnittlichen Monatsrenten betragen: Altersrenten Witwen-/Witwerrenten Erwerbsminderung Waisenrenten 77,11 % 7,12 % 15,33 % 0,44 % Waisen 407,77 € 327,82 € 275,00 € 42,01 € 407,25 € 327,50 € 277,68 € 44,17 € Altersrentner Witwen/Witwer Erwerbsminde‑ rungsrente Geschäftsjahr Vorjahr
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