Projekt 01 – Grüne Lunge
Das Projekt in Hannover entwickelt das Quartier Davenstedt durch die Neugestaltung der Innenhöfe und den teilweisen Rückbau von Garagen weiter. Öffentliche, halböffentliche und private Bereiche werden klar zoniert und durch organisch geformte Ebenen verbunden. Neue Spiel-, Bewegungs- und Gemeinschaftsflächen stärken das Miteinander. Der Baumbestand bleibt erhalten und wird ergänzt, um Biodiversität und Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Gründächer, Photovoltaik und Regenwassermanagement verbessern Nachhaltigkeit und Mikroklima. Wiederverwendete Materialien und Beteiligungsaktionen fördern Identität und Ressourcenschonung.
01_Bröder_Dietrich_Priert_MAV-66_Endpräsenation_klein
Projekt 02
02_Terra_Trio_klein
Projekt 03 – Nachhaltigkeit und ökologische Maßnahmen
Projekt 03 setzt auf ökologische Aufwertung durch Gründächer, Photovoltaikanlagen und Fassadenbegrünung zur Verbesserung von Energieeffizienz und Mikroklima. Ein offener Rinnlauf übernimmt die Regenwasserführung und stärkt das nachhaltige Wassermanagement. Der vorhandene Baumbestand bleibt größtenteils erhalten und wird durch Neupflanzungen ergänzt. Materialien werden ressourcenschonend wiederverwendet, etwa Ziegel, Holz und Betonbauteile. Recycelte und natürliche Materialien prägen Spiel- und Aufenthaltsbereiche. Community-Aktionen fördern Identifikation, soziale Bindung und eine lebendige Hofgemeinschaft.
03_Ab_durch_die_Hecke_Hein_Kátai_Peschke_klein
Projekt 04
Das Projekt transformiert zwei angrenzende Innenhöfe im Sanierungsgebiet Davenstedt in Hannover. Die heutige Situation wird durch zwei aus dem Boden ragende Parkgaragen geprägt, von denen die westliche größtenteils entfernt wird. Ein Teil der Tiefgarage bleibt erhalten und wird für rund 70 überdachte Fahrradstellplätze genutzt.
Auf der frei werdenden Fläche entsteht eine zentrale Wegeverbindung mit Nutzungen wie Urban Gardening, einem Teich und einem tiefergelegenen Ballspielplatz, der zur räumlichen Fassung und Lärmminderung beiträgt.
Der östliche Innenhof behält das Parkdeck, der Spielplatz wird jedoch in eine ruhigere Ecke verlegt und als generationenübergreifende Aufenthaltsfläche neu organisiert. Ein Feuchtbiotop sowie zusätzliche Baumpflanzungen verbessern die Schalldämmung. Ergänzend entstehen straßenseitig drei überdachte Fahrradhäuser mit jeweils 16 Stellplätzen.
04_Hellmann_Kobitzky_Mädje_Präsentation_MAV-66komprimiert_klein
Projekt 05
05_Plantbar_Lapchenkova_Hassan_Pezu_Torres_MAV-66_Endabgabe_komprimiert_klein
Projekt 06
06_²Roots_Hajnal_Nurbani_MAV66_Endabgabe_klein
Projekt 07 – Sozialraum, Boden, Regenwasser
Die Innenhöfe sind derzeit stark von Tiefgaragen und versiegelten Flächen geprägt, wodurch Grünflächen, Aufenthaltsqualität und Begegnungsorte fehlen. Sozialräumlich bestehen Defizite wie geringe nutzbare Grünanteile, schlechte Zugänglichkeit und wenig barrierefreie Angebote. Der fruchtbare, jedoch verdichtungsempfindliche Boden wird durch Versiegelung in seiner Funktion eingeschränkt. Regenwasser kann kaum versickern, wodurch Potenziale für Rückhalt und Kühlung ungenutzt bleiben.
Im ersten Hof wird die Tiefgarage entfernt und durch einen offenen Hof mit abgesenkter Sportfläche und Pavillon ersetzt, der auch als Regenwasserspeicher dient. Im zweiten Hof wird das Garagendach als Spiel- und Aufenthaltsfläche mit Begrünung aktiviert, ergänzt durch Retentionsmulden und private Gartenbereiche. Die Bepflanzung setzt auf trockenheitsverträgliche, teils heimische und klimaresiliente Arten sowie essbare Pflanzen und fördert Biodiversität und gemeinschaftliche Nutzung.
07_Uka_Pacini_Khalil_MAV-66_Endabgabe_komprimiert_klein
Projekt 08 – Schlaufenförmiges Wegesystem
Zentrales Element des Entwurfs ist ein schlaufenförmiges Wegesystem, das alle Bereiche miteinander verbindet und unterschiedliche Nutzungen fließend verknüpft. Zur Klimaanpassung werden extensive Dachbegrünungen, neue Baumpflanzungen, Wasserflächen sowie Matsch- und Totholzbereiche integriert. Skulpturale Stahl-Baumnachbildungen und zusätzliche Bäume spenden Schatten und reduzieren sommerliche Überhitzung. Abbruchmaterialien werden für nachhaltige Sitzmöglichkeiten wiederverwendet.
Im Sinne nachhaltiger Mobilität wird die Hälfte der Stellplätze zurückgebaut und durch qualitätsvolle Freiflächen ersetzt. Ein Mobilitätskonzept mit Fahrradstellplätzen, Carsharing, E-Mobilität und einer vollautomatischen Fahrradhochgarage fördert umweltfreundliche Fortbewegung. Das Projekt versteht sich als Pilotvorhaben für die Umwandlung versiegelter Flächen in soziale, klimaresiliente Freiräume.
Gr_08_StudioGrün_klein
Projekt 09 – Konzeptidee
Der Entwurf verbessert die Aufenthaltsqualität, schafft vielfältige Nutzungen und reagiert auf Klimaanpassung. Die Tiefgarage im Innenhof A wird vollständig zurückgebaut, um neue Freiraumqualitäten zu ermöglichen. Durch eine gezielte Wegeführung und die Nutzung von Höhenunterschieden entstehen abwechslungsreiche Aufenthaltsbereiche. Spiel-, Sport-, Treff- und Rückzugsorte sprechen alle Bewohnergruppen an. Neue Baumpflanzungen sorgen für Schatten und reduzieren sommerliche Überhitzung. Wasserspeichernde Pflanzsysteme nehmen Regenwasser auf und unterstützen ein klimaresilientes Freiraumkonzept.
Gr_09_RaumGrün2_Mehring_Peinemann_Endabgabe_klein
Projekt 10 – re:ground
Das Projekt „re:ground“ entwickelt das Quartier in Davenstedt in Hannover weiter und zielt auf mehr Lebensqualität und Energieeffizienz. Die bisher wenig genutzten Innenhöfe mit Tiefgaragen sollen durch den Rückbau von etwa der Hälfte der Stellplätze aktiviert werden. Große Teile der Garagen werden geöffnet, um überdachte, gemeinschaftliche Nutzungen wie Fahrradwerkstätten oder Flohmärkte zu ermöglichen. Sitztreppen und Rampen schaffen neue Aufenthaltsbereiche und barrierefreie Zugänge. Durch Dachöffnungen können Bäume ins Erdreich gepflanzt werden und natürliche Verschattung bieten. So entstehen kühlere, vielfältig nutzbare Freiräume mit direkter Verbindung zwischen Innen- und Außenraum.
Gr_10_RootedDesign_re_ground_Marcekovic,_Mohr_Endabgabe_klein